Forschungsartikel zum Community-Prozess zur Publikation angenommen

Ein Forschungsartikel, in dem der Prozess zur Wissenskommunikation in PATONGO beschrieben wird, wurde zur Publikation in der Zeitschrift "New Review of Hypermedia and Multimedia" angenommen.

Ein weiterer Artikel, in dem wir die technische Unterst?tzung zu Vernetzung von Ideen und Herausforderungen beschrieben haben, wurde als Konferenzvortrag auf der CRIWG2010 (16th CRIWG Conference on Collaboration and Technology) im September 2010 in Maastricht akzeptiert.

Bibliographische Details folgen, sobald die Beitr?ge in Druck sind.

Poster des IWM auf einem Workshop zu Social Software

Das Projekt Patongo wurde vom Institut für Wissensmedien auf dem gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) organisiertem Workshop zum Thema "Social Software" vom 6.-7. November in Mannheim vorgestellt. Anhand eines Posters wurden die Forschungsvorhaben mit Wissenschaftlern aus der Ökonomie, der Psychologie und angrenzenden Disziplinen diskutiert.

Mehr Informationen befinden sich in dem dort vorgestellten Poster.

Zukunftswerkstatt in Kassel

Prototyp für die ZukunftswerkstattAm 25. September wird auf der EKD-Zukunftswerkstatt in Kassel ein Forum zum Thema PATONGO stattfinden. Erstmalig soll eine größere Gruppe von Multiplikatoren aus allen Gliedkirchen der EKD die ersten Phasen des Wissensprozesses von PATONGO nutzen. Konkret geht es um die Sammlung guter Praktiken, die dann während des Forums diskutiert werden. Neben der reflektiven Sammlung von Erfahrungswissen sollen auch Bedürfnisse in der Community identifiziert werden. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Wünsche äußern, auf die dann andere Teilnehmerinnen im Forum reagieren können. Es wird sich zeigen, in wie weit dieser Prozess bereits dazu beitragen kann, dass gemeinsam neue Ideen entwickelt und diskutiert werden können.

Vortrag auf der DELFI'09

Unter dem Titel "Unterstützung für das Lernen sozialer Praxis in NGOs" stellen Till Schümmer und Jörg M. Haake auf der 7. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatik in Berlin eine Designstudie zum Wissensprozess von PATONGO vor.

DELFI-LogoDer Austausch von Handlungswissen (Good Practice) ist eine Voraussetzung für organisationales Lernen in Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Aktuelle Ansätze für das Erlernen von Handlungswissen fokussieren auf die individuelle Beschreibung bzw. Aneignung von Erfolgsrezepten und vernachlässigen ihre kooperative Erkennung und Beschreibung in Organisationen. Wir schlagen einen Pattern-basierten Ansatz vor, der die kooperative Erzeugung, Verbesserung und gemeinsame Nutzung von guter Praxis mittels Web 2.0-Konzepten befördert.

Bundesministerin Schavan übernimmt Schirmherrschaft

Bundesministerin SchavanBundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan hat für die Zukunftswerkstatt und auch für die weitere Projektlaufzeit die Schirmherrschaft für das PATONGO-Projekt übernommen.
Hier finden Sie ihr Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt.

Vortrag auf der BMBF-Fachtagung eQualification

Webseite eQualificationVom 08. bis zum 09. Juni 2009 veranstaltete das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin eine Fachtagung unter dem Titel „eQualification – Neue Medien, neue Wege der Qualifizierung“. Im Rahmen der Tagung fand ein reger Austausch zwischen den verschiedenen vom BMBF geförderten Projekten im Bereich Neue Medien in der Bildung statt. Zu PATONGO haben OKR Thies Gundlach von der EKD und Till Schümmer von der FernUniversität in Hagen die Konzepte von PATONGO erläutert. Die Folien zu dem Vortrag und eine Zusammenfassung, in die auch neue Entwicklungen der Konzeptionsentwicklung von PATONGO mit eingeflossen sind, können Sie bei Interesse herunterladen.

PATONGO beginnt

Nach einigen Monaten der Konzeptions- und Antragsphase wurden im Juni 2009 die ersten Mitarbeiter im PATONGO-Projekt eingestellt. Somit kann das Design und die Entwicklung der der PATONGO- Plattform jetzt beginnen. Der Entwurf der ersten Version des Community-Systems wird sich an Designstudien Orientieren, die während der Konzeptionsphase entwickelt und mit ersten Mitgliedern der Community diskutiert wurden.

Kirche im Aufbruch am Netz

Die EKD hat am Reformationstag 2008 die Internetplattform Kirche im Aufbruch gestartet. Dazu hieß es in der Ankündigung:

"Kirche im Aufbruch" so ist der EKD-Reformprozess überschrieben, der im Sommer 2006 gestartet wurde, als der Rat der EKD das Impulspapier „Kirche der Freiheit“ herausgegeben hat. Den Gedanken, „Kirche im Aufbruch“ zu sein, greift auch die neue Internetplattform auf, in der Kirchengemeinden, Kirchenbezirke, Landeskirchen aufgefordert sind, ihre Aufbrüche zu beschreiben: Beispiele guter Praxis aus dem Leben der Kirche heutzutage finden sich unter der Adresse www.kirche-im-aufbruch.ekd.de.

Webseite Kirche im Aufbruch Die Plattform bietet Anregungen, Praxismodelle und konkrete Materialien für missionarisch einladende Angebote von Gemeinden und Regionen. „Innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt es weit mehr Beispiele und Erfahrungen gelungener und missionarisch einladender Arbeit, als allgemein bekannt ist“, sagt der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber. „Die Internetplattform ‚Kirche im Aufbruch’ trägt deshalb Beispiele guter Praxis aus dem Alltag kirchlicher Arbeit in die Breite von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirchen. Sie hebt die Schätze kirchlicher Arbeit. Sie ermutigt dazu, nach den ‚Perlen kirchlicher Arbeit’ zu tauchen bzw. sie anderen zugänglich zu machen. Damit bereichert sie die Gemeinschaft untereinander. Sie fördert und stärkt den geistlichen Aufbruch, der sich an vielen Orten unserer Kirche vollzieht.“

Seit dem 15. Juli können Gemeinden und Regionen ihre Projekte für die Plattform im Internet vorschlagen. Aus den eingesandten Projekten hat die Steuerungsgruppe Reformprozess bisher 30 Projekte ausgewählt, die beim Start der Plattform als „Beispiele guter Praxis“ vorgestellt werden. Entscheidend für die Auswahl war, dass die Angebote offen und einladend, innovativ und übertragbar sind. Darunter sind besondere Gottesdienstideen, Projekte zur Gemeindeentwicklung, zur Stärkung des Ehrenamtes und kirchliche Angebote im öffentlichen Raum.

PATONGO führt die Ziele dieser Plattform konsequent fort. Der Hauptunterschied liegt in der Art der Beteiligung der Praktiker. In PATONGO wird die gesamte redaktionelle Arbeit von der Community in Eigenverantwortung geleistet. Außerdem erlaubt PATONGO eine intensive Kommunikation über die Praktiken. Praktiken können sich so in der Community weiterentwickeln. Dies kann so weit gehen, dass in der Community ganz neue Ideen entwickelt werden.

Best-Practices im Bereich der Kirche

Prototyp für die Ideenmesse der EKHN.Am 3. Oktober 2007 fand in Bad Vilbel die erste Ideenmesse der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau statt. Im Rahmen der Vorbereitung entstand die Idee, die dort vorgestellten Projekte in Form einer Good-Practice-Sammlung zu dokumentieren. Praktiker wurden gebeten, Praxisbeschreibungen zu verfassen und diese in einem Wiki abzulegen. Drei Lehren konnten aus dieser Veranstaltung gezogen werden:

  • Es war für die Praktiker nicht einfach, eine stark strukturierte Beschreibung ihrer guten Praxis zu verfassen. Die Abstraktion, welche eigentlich eine gute Übertragbarkeit sicherstellen sollte, bereitete den Autoren große Probleme. Aus diesem Grund gab es nur eine sehr geringe Beteiligung. Für das PATONGO-Projekt kann man hieraus die Lehre ziehen, dass Praktiker behutsam an Abstraktion herangeführt werden müssen. Es wird auch untersucht werden müssen, in wie weit eine formale Musterstruktur für die Beschreibung guter Praxis im Bereich der Kirche überhaupt hilfreich ist.
  • Alle Besucher der Ideenmesse, die sich das Projekt angesehen haben, waren schnell von dem Mehrwert einer Sammlung guter Praxis überzeugt.
  • Damit die Community wirklich eine Eigendynamik entwickeln kann, müssen weit mehr Praktiker an ihr teilnehmen, als es auf der Ideenmesse der Fall war. In diesem Sinne sollte PATONGO nicht an den Grenzen einer Landeskirche Halt machen sondern die alle Kirchen der EKD im Blick haben.

Diese Erfahrungen waren Motivation und Herausforderung, das PATONGO-Projekt im größeren Rahmen anzugehen. Zugleich wurde klar, dass in dem Projekt viele Forschungsfragen geklärt werden müssen. Relevante Themenfelder sind zum Beispiel

  • die einladende und motivierende Gestaltung einer virtuellen Praxisgemeinschaft
  • die Gestaltung eines Autorenprozesses, der Praktiker darin unterstützt, ihr Wissen leicht verständlich und übertragbar niederzuschreiben, oder
  • das Verhältnis zwischen Innovation und Reflexion in einer Praxisgemeinschaft.